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<div>
<a href="http://openwrt.org/"><img src="http://openwrt.org/openwrt.png" alt="OpenWrt" align="right" border="0" height="31" hspace="10" width="88" /></a>
</div>
<table bgcolor="#FF99FF" border="1">
<tbody>
<tr>
<td><b>Hinweis</b>: Dies ist eine Anleitung für Interessierte und
Technik-Begeisterte. Willst du einfach nur OpenWRT installieren, empfehle
ich dir entweder ein offizielles Binary unter <a href="http://downloads.openwrt.org/whiterussian/">http://downloads.openwrt.org/whiterussian/</a>
zu laden oder die auf OLSR spezialisierte [Freifunk Firmware].</td>
</tr>
</tbody>
</table>
<h2>Voraussetzungen</h2>
<p>Folgende Dinge werden benötigt, um diese Beschreibung nachvollziehen zu
können:</p>
<ul>
<li>Einen PC. Keine Antiquitäten. Komplett mit CD-Rom-Laufwerk,
leitungsgebundener Netzwerk-Karte und 128 Mb RAM.</li>
<li>Eine Knoppix-CD. Kann man kaufen z.B. die LinuxTag-DVD bei Lehmanns
Buchhandlung für 10,- Euro. Man kann Knoppix (<a href="http://www.knopper.net/knoppix/">http://www.knopper.net/knoppix/</a>) auch
herunterladen und die knoppix.iso-Datei z.B. mit Nero auf eine CD
brennen.</li>
<li>Eine Internet-Verbindung. Für die vielen Downloads (ca. 1000 Mb). Klinkt
Euch in ein Firmennetzwerk ein, nehmt ein DSL-Modem oder eine ISDN-Karte.
Bekommt Ihr Internet nur mit Windows-Spezialtreibern hin, wird es schwierig,
denn die Internet-Verbindung muss unter Knoppix hergestellt werden.</li>
<li>Den [Linksys WRT54G] (wird mit Netzteil und Netzwerk-Kabel geliefert).
In Deutschland steht häufig WRT54G-DE auf der Schachtel. Dieses Gerät
(Version 2) ist auch OK. Kein WAP54G, kein ADSL-Gateway. Höchstens einen
WRT54GS (edel, gibt es aber noch nicht überall zu kaufen).</li>
<li>Eine zweite Netzwerkleitung. Diese wird benötigt, um eine aktive
Internet-Verbindung am Internet-Port zu simulieren.</li>
</ul>
<h2>Den Rückweg sichern</h2>
<p>Wenn mal was schief geht, ist es wirklich prima wenn man die
Original-Software wieder einspielen kann. Dazu muss am WRT54G eine kleine
Änderung in der Konfiguration vorgenommen werden, die <b>nicht</b> über die
Web-Oberfläche vorgenommen werden kann. Außerdem kann man mit diesem Vorgehen
wunderbar den Umgang mit Knoppix und Linux erproben.</p>
<ol>
<li>Mit dem PC das Archiv der Batbox nach C:\TMP downloaden: <a href="http://www.batbox.org/wrt54g-0.6.tar.gz">http://www.batbox.org/wrt54g-0.6.tar.gz</a>
(oder neuere Version von <a href="http://www.batbox.org/wrt54g-linux.html">http://www.batbox.org/wrt54g-linux.html</a>)</li>
<li>Den WRT54G aus der Packung nehmen und einschalten</li>
<li>Evt. durch langen Druck auf den "Reset"-Schalter (mit Kugelschreiber
o.ä.) die Grundkonfiguration herstellen. Ausschalten und neu
einschalten.</li>
<li>Eine Ethernet-Leitung zwischen WRT54G und PC herstellen.</li>
<li>Eine weitere Ethernet-Leitung am Internet-Port des WRT54G und einem
anderen freien Anschluss des WRT54G anschließen. Dies simuliert eine
Internet-Verbindung, so dass auf dem WRT54G die Konfigurationsseite mit dem
"Ping-Test" funktioniert.</li>
<li>
<table class="zoom" align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="#top"><img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/knoppix-bios.jpg" alt="BIOS-Einstellungen: Start mit CD-ROM" class="c1" onclick="if(0<=this.src.search(new RegExp(" border="0" height="160" width="213" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td align="center"><small>Grafik anklicken für Zoom</small></td>
</tr>
</tbody>
</table>Starte nun Deinen Rechner neu. Auf dem Start-Textbildschirm des
Rechners wird angezeigt, ob Du nun ![F1], ![F2] oder ![Del] für das
BIOS-Konfigurationsprogramm drücken musst (siehe Bild rechts). Es ist
nötig, das CD-ROM-Laufwerk als Bootlaufwerk konfigurieren, damit Knoppix
von CD-ROM gestartet werden kann. Das geht in der Regel unter "Erweiterte
BIOS-Einstellungen" mit einem Menüpunkt ähnlich "First Boot Device". Danach
das BIOS-Setup mit "Speichern" beenden.<br />
<b>Tipp</b>: Für einige BIOS-Programme muss die Taste ![z] für die
Speicher-Bestätigung (engl.: "z" = "y") benutzt werden.<br clear="all" />
</li>
<li>
<table class="zoom" align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="#top"><img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/knoppix-start.jpg" alt="Knoppix Startbildschirm" class="c1" onclick="if(0<=this.src.search(new RegExp(" border="0" height="160" width="213" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td align="center"><small>Grafik anklicken für Zoom</small></td>
</tr>
</tbody>
</table>Lege nun die Knoppix-CD in das Laufwerk ein und starte Deinen
Rechner nochmals. Nach kurzer Zeit sollte statt des gewohnten
Betriebssytems der Knoppix-Startbildschirm angezeigt werden. Auf der
Eingabezeile am besten "knoppix noscsi" eingeben (siehe Bild rechts). Dein
Rechner hat höchstwahrscheinlich keine SCSI-Komponenten, und die
SCSI-Treiber stürzen häufig bei der Auto-Hardware-Erkennung ab. Bestätige
die Bootzeile mit ![Ret]. Möglicherweise kann jetzt noch der Text-Modus
ausgewählt werden. Überspringe dies mit zweimal ![Ret].<br />
<b>Tipp</b>: Drücke in der Bootzeile ![F2] oder ![F3], um eine kleine Hilfe
zu der Bootzeile aufzurufen.<br clear="all" />
</li>
<li>
<table class="zoom" align="right" border="0" cellpadding="0" cellspacing="0">
<tbody>
<tr>
<td align="center"><a href="#top"><img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/knoppix-work.jpg" alt="Knoppix bei der Arbeit" class="c1" onclick="if(0<=this.src.search(new RegExp(" border="0" height="160" width="213" /></a></td>
</tr>
<tr>
<td align="center"><small>Grafik anklicken für Zoom</small></td>
</tr>
</tbody>
</table>Wenn Knoppix gestartet ist, kannst Du eine Root-Eingabeaufforderung
mit den vollen Administrator-Rechten aufrufen. Klicke in der Startzeile am
unteren Bildrand den Pinguin an und wähle den Menüpunkt "Root Shell". In
der Eingabeaufforderung den folgenden Befehle eingeben: "ping 192.168.1.1".
Es müssen mehrere Antwort-Pakete angezeigt werden. Mit Ctrl-C abbrechen.
Geht das nicht: Versuch die Ethernet-Karte selbst zu konfigurieren. Klicke
den Pinguin und wähle im Menü "Netzwerk/Internet" den Befehl
"Netzwerk-Karte konfigurieren". Wähle "Kein DHCP", eine IP-Adresse von
"192.168.1.2", und bestätige die Vorgaben für "Netzwerk-Maske",
"Broadcast-Adresse", "Default-Gateway" und "Nameserver". Versuche es dann
noch mal. Falls es immer noch nicht klappt: Entferne eine vorhandene
WLAN-Karte oder nimm eine andere Netzwerk-Karte.<br />
<b>Tipp</b>: Auf Centrino-Noteboos wird die Centrino-WLAN-Karte ("eth0")
von Knoppix mangels Treiber nicht zuverlässig betrieben. Die
leitungsgebundene Netzwerk-Karte steht dann unter "eth1" zur Verfügung.
Dekonfiguriere die Centrino-Karte mit dem Kommandozeilen-Befehl "ifconfig
eth0 down" und konfiguriere die zweite Netzwerk-Karte.<br clear="all" />
</li>
<li>Irgendwo auf der Windows-Festplatte muss der Download von der Batbox
gespeichert sein (siehe Punkt 1). Klicke nacheinander auf die
Festplatten-Icons am linken Bildrand und suche die Datei wrt54g-0.5.tgz.
Kopiere sie mit dem Dateimanager nach /tmp.</li>
<li>Batbox aufsetzen (wieder in der Root-Eingabeaufforderung):
<pre class="c2">
cd /tmp<br />
(Irgendwohin wechseln, wo Platz zum Schreiben ist)<br />
wget http://www.batbox.org/wrt54g-0.51.tar.gz<br />
(Optional: mein Knoppix-PC hat Internet - ich lade jetzt direkt)<br />
tar xvzf wrt54g-0.5.tgz<br />
(Die Batbox-Quellen auspacken)<br />
cd wrt54g-0.5<br />
(In das neue VZ wechseln)<br />
./wrt54g.sh 192.168.1.1<br />
(Kennwort eingeben, bei Grundkonfiguration="admin".<br />
Nun wird die Batbox übertragen. Es dürfen keine<br />
Fehler angezeigt werden. Falls Du eine andere IP oder ein<br />
anderes Kennwort verwendest, den Befehl und die Kennwort-<br />
Eingabe entsprechend ändern.)<br />
telnet 192.168.1.1<br />
(Wir schalten nun auf dem WRT54G um)<br />
nvram get boot_wait<br />
(Hier sollte "off" angezeigt werden)<br />
nvram set boot_wait=on<br />
nvram commit<br />
(Bootwait muss eingeschaltet werden, damit später ein<br />
Rettungsversuch über TFTP klappt)<br />
reboot<br />
(Ende der Sitzung)
</pre><b>Tipp</b>: Die Eingabe von Befehlen und Verzeichnisnamen geht viel
schneller, wenn Du nur einen Teil des Befehls/Verzeichnisnamen eingibst und
mit der ![Tab]-Taste dann die Vervollständigung des Namens befiehlst.
</li>
</ol>
<h2>OpenWRT kompilieren</h2>
<p>Statt Knoppix kann natürlich auch jede andere Linux- Distribution
verwendet werden. Es muss möglicherweise dann noch das eine oder andere Paket
nachinstalliert werden. Bei Knoppix ist alles dabei.</p>
<ol>
<li>Lege die Knoppix-CD/DVD ein.</li>
<li>Starte den Rechner neu. Auf dem Start-Textbildschirm wird angezeigt, ob
Du nun ![F1], ![F2] oder ![Del] für das BIOS-Konfigurationsprogramm drücken
musst.</li>
<li>Du musst das CD-ROM-Laufwerk als Bootlaufwerk konfigurieren. Das geht in
der Regel unter "Erweiterte BIOS-Einstellungen". Danach das BIOS-Setup mit
"Speichern" beenden.</li>
<li>Beim nächsten Start des Rechners sollte statt Windows das Knoppix von CD
starten. Es wird ein Startbildschirm und eine Kommandozeile angezeigt.</li>
<li>Gib ein: "knoppix noscsi" ![Ret]. SCSI-Geräte hat heute kaum noch jemand
und die Hardware-Autoerkennung streikt öfters. Nach einer Weile sollte die
Knoppix-Oberfläche angezeigt werden.</li>
<li>Jetzt kommt der komplizierte Teil: Du benötigst jetzt den
Internet-Zugriff unter Knoppix. Betreibst Du den PC in einem
Internet-tauglichem Netzwerk, ist alles bereits eingerichtet. Andernfalls
klick den Pinguin an (unten in der Startleiste) und versuche Dich an
Modem/ISDN/Netzwerk-Installation. Klick das Steuerrad an (Konqueror-Browser)
und versuche zu "http://www.google.de/" zu surfen. Klappt das gar nicht,
kannst Du immer noch folgende Alternativen probieren:
<dl>
<dt>Über Festplatte:</dt>
<dd>Download der benötigten Dateien unter Windows. Speichern z.B. auf
C:\TMP. Der Zugriff erfolgt dann unter Knoppix über die Harddisk-Icons auf
dem Desktop.</dd>
<dt>Über USB-Stick:</dt>
<dd>Download der Dateien über einen zweiten Windows-PC. Speichern auf
einen USB-Stick. USB-Stick auf den Knoppix-Rechner einstecken. Der Zugriff
erfolgt dann über das Harddisk-Icon was nach dem Einstecken automatisch
auf dem Desktop angezeigt wird.</dd>
</dl>
</li>
<li>Richte eine neue virtuelle Festplatte zum Kompilieren ein. Starte eine
Root-Kommandozeile und gib ein:
<pre class="c2">
cd /mnt;ls<br />
(In diesem VZ sind die Mount-Punkte für alle Platten/CDs)<br />
mount hda3<br />
(Bei mir ist die Windows-Platte C: auf 3.Partition: hda3)<br />
ls hda3<br />
(Erst mal sehen, ob wir die richtige Partition erwischt<br />
haben. Bei mir gibt es dort ein C:\TMP, das als "tmp"<br />
angezeigt wird.)<br />
cd hda3/tmp;ls<br />
(In das Windows-Verzeichnis wechseln)<br />
dd if=/dev/zero of=linux.dsk bs=1000000 count=1000<br />
(Erzeuge 1 Mb grosse leere Datei im C:\TMP, dient als<br />
virtuelle Disk wo eine neue WRT54G-Firmware erstellt wird)<br />
mke2fs linux.dsk<br />
(Erzeuge ein Linux-Dateisystem in der neuen Datei.<br />
Die Abfrage mit "y" [ret] bestätigen!)<br />
mkdir /mnt/mnt<br />
(Neues VZ anlegen)<br />
mount -o loop linux.dsk /mnt/mnt<br />
(Die virtuelle Disk in das Dateisystem einhängen)<br />
wget http://openwrt.org/cgi-bin/\<br />
viewcvs.cgi/buildroot/buildroot.tar.gz<br />
(Herunterladen der ersten Archivdatei. Sie enthält die<br />
ersten Quelldateien für OpenWRT. Bitte entweder den<br />
Rückwärts-Schrägstrich mit eingeben oder den Umbruch in<br />
der Befehlszeile löschen!)<br />
cd /mnt/mnt;ls<br />
(In diesem VZ steht "lost+found" und sonst ist die Disk leer)<br />
tar xvzf /mnt/hda3/tmp/buildroot.tgz<br />
(Die gerade geladenen Quelltexte auspacken)
</pre>
</li>
<li>Ab hier ist es einfach. Weil ich von einem früheren Kompilier-Lauf noch
die heruntergeladenen Dateien auf C:\TMP\sources-dl gespeichert habe,
benutze ich einen Link, damit die Dateien nicht noch mal heruntergeladen
werden.
<pre class="c2">
cd buildroot<br />
(Das Verzeichnis wurde durch das Auspacken<br />
des Quellarchivs angelegt)<br />
cd sources<br />
(Hier wir beim Download ein Verzeichnis<br />
"dl" mit den Dateien angelegt)<br />
ln -s /mnt/hda3/tmp/sources-dl dl<br />
(Ich habe schon alles und mache mir einen Link darauf)<br />
cd ..<br />
(Wieder in ./buildroot/)<br />
make<br />
(Das dauert jetzt, je nach Rechner eine Stunde oder mehr.<br />
Wenn etwas fehlt, dann wird es aus dem Internet geladen.<br />
Insbesondere die Quelldaten von Linksys dauern, es sind<br />
immerhin 150 Mb)<br />
ls *.bin<br />
(Hier erwarten wir "openwrt-g-code.bin", <br />
die neue Firmware-Datei. Die muss auf den WRT54G.)
</pre>
</li>
</ol>
<h2>OpenWRT-Firmware aufspielen</h2>
<p>Ich bin faul: Die OpenWRT-Konfiguration kann man schon ganz gut mit der
Original-Firmware vorbereiten. Die praktische Weboberfläche gibt es nämlich
unter OpenWRT nicht. Mein WRT54G soll auf die IP- Adresse 104.65.65.97 hören
und die ESSID "mitte.freifunk.net" haben. Wenn alles eingerichtet ist, kann
die OpenWRT-Firmware draufgespielt werden. Ich benutze dazu <i>nicht</i> die
Web-Oberfläche, sondern mache es auf die TFTP-Weise.</p>
<h3>Vorbereitung</h3>
<p>Die Netzwerk-Karte des PC muss auf 192.168.1.2 gesetzt werden. Der WRT54G
lauscht beim Start <i>immer</i> auf 192.168.1.1, ob eine Firmware über TFTP
eingespielt wird. Auf der Kommandozeile kann dies mit "ifconfig eth0
192.168.1.2" erreicht werden.</p>
<p><b>Achtung!</b> Die Zeit, in der das passiert ist viel zu kurz (ca. 0,5
Sekunden) und muss vorher mit "boot_wait=on" verlängert werden (siehe
oben)!</p>
<h3>Firmware aufspielen</h3>
<ol>
<li>Start von tftp.
<pre class="c2">
ifconfig eth0 192.168.1.2<br />
(Die Netzwerk-Karte des PC passend einrichten)<br />
cd /mnt/mnt/buildroot<br />
(Dahin wechseln, wo die neue Firmware-Datei steht)<br />
tftp 192.168.1.1<br />
(Ruft TFTP auf. Die IP-Adresse ist hart verdrahtet. Wenn <br />
der WRT54G neu startet, wir bei "boot_wait=on" auf der <br />
192.168.1.1 für ca. 5 Sekunden auf einen TFTP-Transfer <br />
gewartet.)<br />
binary<br />
rexmt 1<br />
(Mit diesen TFTP-Kommandos das Programm einrichten)<br />
put openwrt-g-code.bin (Aber noch kein [Ret]!)<br />
(Jetzt: WRT54G ausschalten, und wieder einschalten.<br />
Sobald die Netzwerk-Karten LED aufleuchtet [ret] drücken)
</pre>
</li>
<li>Jetzt beten! (Warten bis die Power-LED aufhört zu blinken)</li>
<li>Ab hier hört der WRT54G wieder auf die eingerichtete IP-Adresse. Darum
konfiguriere ich die Netzwerk-Karte nochmals um.
<pre class="c2">
ifconfig eth0 104.65.65.98<br />
telnet 104.65.65.97<br />
(Wenn alles klappt, wird die Kommandozeile auf dem<br />
WRT54G angezeigt)
</pre>
</li>
</ol>
<h2>Wenn es mal nicht klappt</h2>
<p>Wenn eine neuere Version von OpenWRT aufgespielt wird oder wenn man sich
OpenWRT verkonfiguriert hat (z.B. eine wichtige Konfigurationsdatei gelöscht)
dann passiert folgendes:</p>
<ul>
<li>Per TFTP spielt man eine neue openwrt-g-code.bin ein (die wird im der
schreibgeschützten "cramfs"-Partition geschrieben)</li>
<li>Die alten Konfigurationsdaten liegen in einer jffs2-Partition, die beim
Firmware-Upgrade nicht überschrieben wird.</li>
<li>Wenn jetzt der Boot mit der neuen FW schief geht, folgendes tun:</li>
</ul>
<ol>
<li>WRT54G neu starten</li>
<li>Warten bis die DMZ-Leuchtdiode angeht</li>
<li>Reset-Taste drücken für etwa 5 Sekunden. Die vorhandene jffs2-Partition
wird ignoriert und OpenWRT startet in der Default-Konfiguration. Die
DMZ-Leuchtdiode geht wieder aus</li>
<li>Nun die Netzwerk-Karte des PC umkonfigurieren: "ifconfig eth0
192.168.1.2".</li>
<li>Dann "telnet 192.168.1.1" eingeben und weiter mit "firstboot" und
"reboot".</li>
</ol>
<h2>Weiter: OpenWRT konfigurieren</h2>
<p>Vorbereitung: Das komplette Verzeichnis mit allen Dateien von
http://openwrt.org/ipkg/ auf die Festplatte speichern, z.B. nach C:\TMP\ipkg.
So geht das unter Knoppix:</p>
<pre class="c2">
cd /mnt/hda3/tmp<br />
(Wechseln in das C:\TMP auf der Windows-Festplattenpartition)<br />
wget -nH -r --no-parent http://openwrt.org/ipkg/<br />
(Keine Kopie des Verzeichnisses auf der Webseite im aktuellen<br />
Verzeichnis ablegen)
</pre>
<p>0. Die Erstkonfiguration erledigen. Rufe eine Befehlszeile auf und gib
ein:</p>
<pre class="c2">
telnet 192.168.1.1<br />
(Dieser Befehl ruft die Kommandozeile auf dem<br />
WRT54G auf. Falls Du eine andere IP auf dem WRT54G<br />
verwendest, musst Du evt. erst auch die PC-Netzwerk-<br />
Karte umkonfigurieren. Das geht bei mir mit<br />
"ifconfig eth0 104.65.65.98". Ich muss dann<br />
auch ein "telnet 104.65.65.97" eingeben)<br />
firstboot<br />
(Formatiert die jffs2-Partition und setzt Links auf die<br />
Read-Only-Partition)<br />
reboot<br />
(Die Verbindung zum WRT54G wird beendet und es wird wieder<br />
die Kommandozeile auf Deinem Rechner angezeigt.)
</pre>
<p><b>Hinweis</b>: Ab jetzt läuft der DHCP-Server von OpenWRT. Dieser
konfiguriert die Netzwerk-Karte des PCs automatisch, wenn man den PC neu
startet.</p>
<ol>
<li>Den Knoppix-Webserver starten. Gib ein: "/etc/init.d/apache start".</li>
<li>Die heruntergeladenen *.ipk-Paketdateien veröffentlichen.
<pre class="c2">
cd /var/www<br />
(Dort hat Knoppix sein Web-Root)<br />
ln -s /mnt/hda3/tmp/ipkg ipkg<br />
(Einen Link auf die von http://openwrt.org/ipkg/<br />
heruntergeladenen Pakete setzen)
</pre>
</li>
<li>Ausprobieren, ob die Veröffentlichung auf dem Web-Server funktioniert:
<pre class="c2">
telnet 104.65.65.98 80<br />
(Wir rufen manuell eine Webseite ab. Als IP gib natürlich<br />
die IP Deines eigenen Rechners an)<br />
GET /ipkg/<br />
(Dies sollte das Verzeichnis mit den Pakten anzeigen)
</pre>
</li>
<li>Nun das erste Paket installieren und die /etc/ipkg.conf von OpenWRT
bearbeiten:
<pre class="c2">
telnet 104.65.65.97<br />
(Falls dein WRT54G eine andere IP hat,<br />
musst Du nun auch diese angeben)<br />
cd /etc<br />
(In das Verzeichnis auf dem WRT54G wechseln, in dem die<br />
Konfigurationsdateien gespeichert sind)<br />
rm ipkg.conf<br />
cp /rom/etc/ipkg.conf .<br />
(Die Konfigurationsdatei beschreibbar machen. Den Punkt<br />
am Ende der Befehlszeile nicht vergessen!)<br />
vi ipkg.conf<br />
(Bearbeite diese Textdatei. [i] drücken für Insert-Modus.<br />
Nun funktioniert das Eingeben und Löschen von Zeichen.<br />
Die Zeile mit "http://openwrt.org/" ändern in<br />
"http://104.65.65.98/" ändern bzw. auf die IP des Deines<br />
Web-Servers ändern. Drücke [esc] für den VI-Kommando-Modus.<br />
Dann ":wq" und [ret] um VI zu verlassen. Verlassen ohne<br />
Speichern mit ":q!" [ret] und löschen einer Zeile mit<br />
[d][d] im Kommando-Modus.)
</pre>
</li>
<li>Ipkg einrichten und den SSH-Klient "dropbear" installieren. SSH ist eine
sichere Form von Telnet und ich emfehle dringend die Verwendung von SSH zur
Verwaltung des WRT54G.
<pre class="c2">
ipkg update<br />
(Holt die Packages-Datei vom Deinem Web-Server. Sollte <br />
hier eine Fehlermeldung angezeigt werden, überprüfe die<br />
IP-Adressangabe in /etc/ipgk.conf)<br />
ipkg install dropbear<br />
(Installiert das Paket mit dem SSH-Server. Dabei wird<br />
auch das neue Kennwort für eine SSH-Verbindung abgefragt.)<br />
cd /etc/init.d<br />
(Wechsel in das Start-Konfigurations-Verzeichnis)<br />
rm S50services<br />
cp /rom/etc/init.d/S50services .<br />
(Diese Datei beschreibbar machen)<br />
vi S50services<br />
(Hinter der Zeile "telnetd" eine neue Zeile mit<br />
"/usr/bin/dropbear" einbauen. Beim Neustart des<br />
WRT54G wird diese Skript-Datei abgearbeitet. Mit<br />
[esc]:wq[ret] die Änderungen speichern.)<br />
reboot<br />
(Du landest wieder auf Deinem Rechner)<br />
ssh 104.65.65.97<br />
(Nach dem Reboot eine SSH-Verbindung aufbauen. Das<br />
sollte nun funktionieren. Die Abfrage mit "yes"<br />
beantworten. Hattest Du schon früher eine SSH-<br />
Verbindung zu dieser IP musst Du evt. auf Deinem<br />
Rechner die Datei ~/.ssh/authorized_keys bearbeiten<br />
und zunächst den alten Schlüsseleintrag entfernen.)<br />
cd /etc/init.d;vi S50services<br />
(SSH hat geklappt. Bearbeite diese Datei und trage<br />
ganz am Anfang der "telnetd"-Zeile ein "#"-Zeichen<br />
ein. Damit ist der Telnet-Zugang nach dem nächsten<br />
Neustart des WRT54G nicht mehr vorhanden.)
</pre>
</li>
</ol>
<h2>Und jetzt?</h2>
<p>Jetzt habe ich keine Zeit mehr weiterzuschreiben. Als nächstes steht bei
mir folgendes auf der Liste:</p>
<ul>
<li>Einrichten des Modem-Notzugangs via serieller Schnittstelle.</li>
<li>Einrichten des OLSR-Programms für die Verbindung zum HDL und anbinden
meines WAP54G-AP. Ein IPK dafür gibt es unter <a href="http://www.wildcatwireless.net/wrt54g/">http://www.wildcatwireless.net/wrt54g/</a>.
Eine IP-Adresse um am BBB (Berlin-Back-Bone) teilzunehmen habe ich unter
<a href="http://olsr.freifunk.net/">http://olsr.freifunk.net/</a>
eingetragen. Ein erster Test mit OLSR funktionierte mit folgender
Skript-Datei, die ich unter <code>/usr/bin/connect-olsr</code> gespeichert
habe:
<pre class="c2">
#!/bin/sh<br />
WLDEV=eth1<br />
ESSID=olsr.freifunk.net<br />
test -n "$1" && IPADR=$1<br />
test -n "$IPADR" && exit<br />
brctl delif br0 $WLDEV<br />
wl ap 0<br />
wl scan<br />
echo Scanning for $ESSID...<br />
sleep 5<br />
#wl scanresults<br />
wl join $ESSID<br />
sleep 1<br />
wl status<br />
ifconfig $WLDEV $IPADR<br />
iptables -F<br />
iptables -t nat -F<br />
#iptables -t nat -A POSTROUTING -s ! 104.0.0.0/8 -j MASQUERADE<br />
olsrd
</pre>
</li>
<li>Evt. Einrichten von <a href="http://nocat.net/">NoCatSplash</a> um das
<a href="http://www.picopeer.net/PPA-english.html">Pico-Peering-Agreement</a> zu
publizieren.</li>
<li>Schau doch einfach auf die Seite [OpenWRT fuer WAP54G], da habe ich ganz
am Ende das Einrichten des OLSR-Daemons für ein ähnliches Gerät schon
beschrieben. Du musst allerdings die Befehle "brctrl delbr br0" ->
"brctrl delif eth" und du benötigst nur einen "ifconfig eth1 104.x.x.x" weil
auf dem WRT54G das WLAN-Interface eben eth1 ist...</li>
</ul>
<h2>Siehe Auch<br /></h2>
<ul>
<li>Eine kurze Übersicht über Hersteller und freie Projekte, die Linux
Firmware-Images für verschiedene Access Points anbieten -
[LinuxAufDemAccessPoint]</li>
<li>[Linksys WRT54G]<br /></li>
<li>[Freifunk Firmware]<img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19" />[Freifunk Firmware (English)]<img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19" /></li>
<li>[Linksys WRT54G Installation besserer Firmware]</li>
<li>[Linksys WRT54G Konfiguration der Freifunk Firmware]</li>
<li>[OLSR mit Windows] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19" /></li>
<li>[Konfiguration Freifunk Firmware]</li>
<li>[IP Grundwissen] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19" /></li>
<li>[OpenWRT fuer WAP54G] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19" /></li>
</ul>
<h2>Weblinks</h2>
<ul>
<li><a href="http://openwrt.org/OpenWrtPackages">Liste der OpenWRT
Pakete</a>, http://openwrt.org/OpenWrtPackages</li>
<li><a href="http://putty.obengelb.de/">PuTTY</a> - Windows SSH-Klient
(OpenSource Freeware), http://putty.obengelb.de</li>
<li><a href="http://www.stumbler.net/">NetStumbler</a> - Windows
WLAN-Scanner (Freeware), http://www.stumbler.net</li>
</ul>
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Dieses Werk ist unter einer <a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/">Creative Commons
Lizenz</a> lizensiert.<br />
20.1.2005, erstellt von <a href="../../community/Members/svenola/freiKarte?member_id=svenola">Sven-Ola</a><br />
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