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<p>Ich weiß, das Internet wimmelt von Erläuterungen dieser Art. Um Fragen zum Thema OLSR-DHCP zu benantworten, lies doch einfach mal diese Seite und bekämpfe den natürlichen Lesewiederstand.</p>
<p>Über eine DHCP-Anfrage erhält ein Notebook/PC für die Netzwerk-Karte eine IP-Konfiguration. Die DHCP-Antwort enthält normalerweise die IP-Adresse, die Netzmaske und ein Standard-Gateway. Zusätzlich können u.a. DNS-Server-IP, Domain- und Rechnername in der DHCP-Antwort enthalten sein. </p>
<p>[IP-Adresse]: Das ist die bekannte 4-stellige Zahlenfolge mit Werten von 0-255. Im gesamten Netzwerk darf eine IP-Adresse nur einmal verwendet werden. Beispiele für IP-Adressen: </p>
<p></p><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tbody><tr><td valign="top">216.239.59.104: </td><td rowspan="3" valign="top"> </td><td valign="top">google.de</td></tr><tr><td valign="top">104.65.0.1: </td><td valign="top">HdL (im Internet nicht gültig) </td></tr><tr><td valign="top">192.168.1.1: </td><td valign="top">WRT54g-Default (im Internet und im OLSR-Netz nicht gültig)</td></tr></tbody></table>
<p><b>Netzmaske</b>: Dieser Zahlenwert bestimmt das lokale IP-Subnetz. Ein IP-Subnetz ist ein Teil-Netzwerk, in dem sich alle Rechner gegenseitig direkt - also ohne Vermittlung von Routern, Gateway o.ä. untereinander erreichen können. Beispiele für Netzmasken: </p>
<p>ACHTUNG: Tabelle enthält Fehler: Anzahl der möglichen Rechner stimmt nicht! Die erste IP des Subnetzes ist als Netzwerkadresse des Subnetzes selbst reserviert, die letzte IP eines Subnetzes als Broadcast-Adresse. Bitte korrigieren!
</p><table border="0" cellpadding="0" cellspacing="0"><tbody><tr><td>255.255.255.255: </td><td rowspan="14"> </td><td>Kein IP-Subnetz, einzelne IP (auch /32)</td></tr><tr><td>255.255.255.254: </td><td>Subnetz für 2 Rechner (auch /31) </td></tr><tr><td>255.255.255.252: </td><td>Subnetz für 4 Rechner (auch /30)</td></tr><tr><td>255.255.255.248:</td><td>Subnetz für 8 Rechner (auch /29) </td></tr><tr><td>255.255.255.240:</td><td>Subnetz für 16 Rechner (auch /28) </td></tr><tr><td>255.255.255.224: </td><td>Subnetz für 32 Rechner (auch /27)</td></tr><tr><td>255.255.255.192:</td><td>Subnetz für 64 Rechner (auch /26)</td></tr><tr><td>255.255.255.128:</td><td>Subnetz für 128 Rechner (auch /25)</td></tr><tr><td>255.255.255.0:</td><td>Subnetz für 256 Rechner (auch /24)</td></tr><tr><td>255.255.254.0: </td><td>Subnetz für 512 Rechner (auch /23)</td></tr><tr><td>255.255.252.0:</td><td>Subnetz für 1024 Rechner (auch /22)</td></tr><tr><td>...</td><td><br></td></tr><tr><td>128.0.0.0: </td><td>Subnetz für 2147483648 Rechner (auch /1) </td></tr><tr><td>0.0.0.0:</td><td>Subnetz für alle Rechner (auch /0) </td></tr></tbody></table>
<p>Siehe auch <a href="http://www.subnetmask.info/">Netmask Calculators</a> für die Berechnung von IP Adresse, Netzmaske und Netzwerk-Adresse.</p>
<p><b>Netzwerk-Adresse</b>: Die Netzwerk-Adresse ergibt sich aus binären Und-Verknüpfung von IP-Adresse und Netzmaske. Wenn euer Taschenrechner ein binäres <code>UND</code> kann (z.B. der Windows-Rechner in der Ansicht "Wissenschaftlich"), könnt ihr das selbst ausrechnen. Berechnet wird "IP AND Mask" für jede der 4 Zahlen. Beispiel: IP=192.168.5.236 und Netzmaske=255.255.255.248. Es gehören 8 IP-Adressen zum Subnetz. Das Subnetz hat dann die Netzwerk-Adresse 192.168.5.232. In der Praxis gibt man die Netzwerk-Maske in der Schrägstrich-Notation mit an. Hier also 192.168.5.232/29.</p>
<p><b>Broadcast</b>: Es gibt eine spezielle IP-Adresse in einem Subnetz, da wird eine IP-Paket an alle IP-Adressen im Subnetz gesendet. Es ist immer die letzte IP-Adresse des Subnetzes. Oder anders: Man verknüpft mit einem binären ODER die Netzwerk-Adresse mit dem Einer-Komplement der Netzmaske (Windows-Rechner: 236 OR (248 XOR 255)). Im obigen Beispiel ist das die 192.168.5.239. <b>Hinweis</b>: Die Netzwerk-Adresse und die Broadcast-Adresse werden nicht als Rechner-IP-Adressen benutzt. Es gibt also im Beispiel-Netzwerk max. 6 Rechner. Unter Linux kann man sich das ausrechnen lassen: <code>ipcalc 192.168.5.232/29</code> eingeben.</p>
<p><b>ARP</b>: Im Ethernet und im WLAN werden IP-Pakete nicht direkt gesendet. Ein IP-Paket wird in einen Ethernet-Frame eingepackt und erst dann gesendet bzw. empfangen. Auch der Ethernet-Frame hat eine Quell- und eine Ziel-Adresse. Als Adressen werden hier die bekannten MAC-Adressen der Ethernet/WLAN-Karten verwendet. Eine Ethernet/WLAN-Karte empfängt genau die Ethernet-Frames mit der eigenen MAC als Ziel-MAC-Adresse. Alle anderen Frames werden von der Hardware komplett ignoriert. Das ARP-Protokoll stellt nun die Verbindung zwischen MAC-Adresse und IP-Adresse her. Das ARP-Protokoll läuft im Hintergrund mit und ermittelt beispielsweise kurz vor einen Ping die MAC-Adresse des Ziel-Rechners. Aus Performance-Gründen gibt es einen ARP-Cache.
</p><center><img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ip-proto.gif" alt="IP Protokoll-Stack" height="120" hspace="8" vspace="8" width="206"></center>
<b>Ethernet-Broadcast</b>: Es kann als Ziel-Adresse die MAC ff:ff:ff:ff:ff:ff angegeben werden. Ein solcher Ethernet-Frame wird von allen Ethernet/WLAN-Karten empfangen. Die Ethernet/WLAN-Karte ermittelt anhand der eingestellten IP/Netzmaske, wann es die Ziel-MAC-Adresse auf ff:ff:ff:ff:ff:ff setzen muss. Darum ist die korrekte IP-Netzmaske so wichtig. <b>Hinweis</b>: Es gibt einen Sonderfall, mit dem einige Ethernet/WLAN-Karten im sog. Promiscous-Modus sämtliche Ethernet-Frames empfangen kann. Dies braucht man z.B. mit dem Programm <code>tcpdump</code>, um den Netzwerk-Verkehr untersuchen zu können. Es gibt einige Geräte/Treiber, die grundsätzlich den Promiscous-Modus einschalten und es gibt ältere, die diesen Modus nicht unterstützen.
<p><b>Standard-Gateway</b>: Möchte der Notebook/PC ein IP-Paket an eine andere IP-Adresse senden, wird er zunächst die Ziel-IP-Adresse untersuchen. Stellt er fest, dass die Ziel-IP-Adresse im eigenen Subnetz liegt, sendet er direkt. Bei allen anderen Ziel-IP-Adressen sendet er das IP-Paket an das Standard-Gateway. Der Standard-Gateway-Rechner weiß dann hoffentlich, wie es weiter geht. </p>
<p><b>Route</b>: Nur mit Standard-Gateway kommt man bei der Weiterleitung von IP-Paketen nicht weit. Darum gibt es z.B. auf dem WRT54g eine interne Tabelle mit sog. Routen. Diese kann man manuell setzen (statische Route) oder mit einem Routing-Protokoll dynamisch ermitteln (z.B. OLSR-Routen). Die Routing-Tabelle wird Eintrag für Eintrag durchsucht. Der erste passende Eintrag bestimmt, wohin ein IP-Paket weitergeleitet wird. Es gibt Routen-Einträge nur zu einzelnen Rechnern. Die sog. Host-Routen haben eine Netzmaske von 255.255.255.255 (auch /32). Und es gibt Routing-Einträge zu ganzen Netzwerken (andere Netzmaske, z.B. 255.240.0.0) bei denen immer eine Gateway-IP-Adresse angegeben ist. Das bezeichnete Netzwerk kann über das entsprechende Gateway erreicht werden. Ein Sonderfall ist die Default-Route mit der Netzmaske 0.0.0.0 (auch /0). Dahin wird ein IP-Paket gesendet, wenn kein passender Eintrag in der Tabelle gefunden werden konnte. Richtig: Die Einstellung "Default-Gateway" setzt eine Default-Route. </p>
<p><b>NAT</b>: IP-Adressen-Übersetzung (unter Linux auch Masquerading genannt). Nur intern verwendete IP-Adressen werden von einem zentralen Router auf eine einzige extern gültige IP-Adresse umgesetzt. Damit können z.B. 5 verschiedene interne Rechner über einen einzigen Internet-Zugang surfen. Damit kann man auch für Nicht-OLSR-Rechner die externe Kommunikation in das OLSR-Netz hinein umsetzen. </p>
<p><b>OLSR-DHCP</b>: Damit das funktioniert, müssen <i>zwei</i> IP-Bereiche angeben werden. Ein IP-Bereich mit den DHCP-Adressen (DHCP-Bereich) und zweitens eine Netzmaske, die an die DHCP-Clients übermittelt wird (passend zu eurem Subnetz). Der DHCP-Bereich muss in eurem Subnetz enthalten sein. Für den DHCP-Bereich wird ein NAT eingerichtet. Wenn der WRT54g nicht über NAT kommunizieren soll, dann muss er eine IP ausserhalb des DHCP-Bereichs bekommen. Damit die DHCP-Clients noch das Standard-Gateway (den WRT54g) erreichen, benötigen diese also eine Netzmaske die einen <i>größeren</i> Bereich als den DHCP-Bereich bezeichnet. <br><br></p>
<p></p><h2>Siehe Auch</h2>
<ul>
<li>[IP-Adresse]</li>
<li>[OLSR mit Windows] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19"></li>
<li>[Freifunk Firmware]<img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19"></li>
<li>[Freifunk Firmware (English)]<img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19"></li>
<li>[Konfiguration Freifunk Firmware]</li>
<li>[OpenWRT fuer WRT54G] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19"></li>
<li>[OpenWRT fuer WAP54G] <img src="http://styx.commando.de/sven-ola/images/ff.gif" alt="Anderer Artikel auf dieser Site" align="absmiddle" height="14" width="19"></li>
</ul>
<p></p><table style="margin-top: 8px;" border="1" cellpadding="0" cellspacing="0" frame="void" rules="cols" width="100%">
<tbody><tr>
<td width="50%"><addess>
Stand: 20.1.2005, erstellt von <a href="/community/Members/svenola/freiKarte?member_id=svenola">Sven-Ola</a>
</addess></td>
<td align="center" width="50%"><!-- Creative Commons Lizenzvertrag -->
<a rel="license" href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/de/"><img alt="Creative Commons Lizenzvertrag" src="http://creativecommons.org/images/public/somerights20.gif" border="0"></a><br>
Dieses Werk ist unter einer
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