[WLANnews] ohne NAT (war Re: Info - Artikel auf sueddeutsche.de)
Alexander Morlang
alx at dd19.de
Fre Mai 16 19:06:42 CEST 2008
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Armin Medosch schrieb:
> On Fri, 2008-05-16 at 18:05 +0200, Alexander Morlang wrote:
> magst du kurz den bezug zu nat herstellen?
>
> der bezug ist nicht euer rumgehacke auf NAT oder nicht NAT sondern der
> artikel in der suedeutschen und dass es die menschen im mainstream nicht
> verstehen, warum ein freies netz als intranet einen wert an sich haben
> soll und nicht nur ein gratis einstieg ins internet ist.
super, dann setz den reply doch einfach korrekt, dann bezieht es sich
auch auf eine andere aussage.
>
> meine these dazu lautet dass wlan community netze eine spielerei fuer
> funknetz geeks bleiben solange es nicht gelingt, das mit einer
> inhaltlichen ebene zu verbinden, die mehr menschen den realen wert
> dieser alternativen netzwerkstrukturen begreifbar machen. es geht um
> aktivierung, mobilisierung, kollaboration, partizipation mit und durch
> solche netzwerkstrukturen. ein modell dazu wurde in london entwickelt
> und ist derzeit im stadtraum von dortmund real auszuprobieren. falls du
> das nicht relevant findest kann ich dir auch nicht helfen.
Ich bin da ganz deiner meinung.
>
> was die NAT thematik betrifft denke ich, dass ein schoener adressspace
> mit echten IPs schon eine gute sache ist NAT aber auch seine vorteile
> hat, naemlich fuer jene leute die gar nichts verstehen und keine server
> betreiben wollen etc. anstatt es als ein entweder oder problem zu sehen
> sollte man es vielleicht lieber als eine sowohl-als-auch sache angehen.
> darueber braucht man sich eigentlich gar nicht streiten.
>
damit bist du der 2. oder 3., der das thema nat am uplink versus PI
adressen mit dem thema NAT am node verwexelst.
solange es die techiespielwiese ist, sind natnodes kein problem, jeder
techie weiss, was ein portforwarding ist, wie man es einrichtet und
welche ports fuer welchen dienst wohin zu biegen sind.
das ist allerdings nur nötig, weil nat die end2end kommunikation
zwischen den rechnern der teilnehmer verhindert.
in einigen freifunknetzen ist dies nicht so, wenn 2 teilnehmer skypen
wollen, dann bauen die rechner eine verbindung auf, dich nicht
unterbrochen wird durch 2mal nat.
selbstverständlich kann man auch heute schon 104er oder PI adressen auf
den lanport legen, per dhcp verteilen und hat kein nat im mesh mehr,
aber dies ist den techies vorbehalten.
freie end2end kommunikation wird damit zu einem von technies und freaks
kontrollierten gut, welches fuer die normalen unerschwinglich ist, da
sie dafür dinge lernen muessen und zeit aufwenden müssen, obwohl sie
eigentlich nur ein kleines blog, forum, joomla, drupal oder wie auch
immer wollten.
eine kleine gallery auf ihrer windelskiste.
in der natlosen welt würden sie (ohne service discovery) die ip des PC
auf die liste schreiben, ins wiki schreiben und fertig.
so müssen sie mit ssh, vi, iptables, /etc/ethers rumhampeln.
nat ist ein 1a contentverhinderer. zwar nur einer von vielen, aber der,
der effektive end2end verhindert. und damit das, was wir eigentlich wollen.
> weil das ob dieser NAT thematik untergegangen zu sein scheint werfe ich
> auch nochmal den begriff community network mark-up language in die
> runde. was macht ein community netz zu einem solchen? wenn ihr es nicht
> wisst, wie soll es dann die sueddeutsche verstehen? der vorteil einer
> solchen mark-up language waere dass sie flexible definitionen zulaesst.
> es gibt also nicht eine einzige definition von community netz soondern
> viele - so viele wie es derartige netze gibt. urspruenglich war das als
> erweiterung des pico peering agreement angedacht aber solche initiativen
> sind ein wenig eingschlafen. da muss man dann mit dem teppichpracker
> kommen und den staub abklopfen. falls jemand nciht weiss was ein
> teppichpracker ist hab ich ein paar funkfeuer wien leute hier ins cc
> genommen, die das erklaeren koennen. ich bin erst mal fuer eine woche im
> offline land, ganz ohne IP, mit oder ohne NAT
interessantes thema, wann bist du in berlin?
>
> gruss
> armin
>
>
Gruss, Alex
<tofu>
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