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Grundlagen: Drahtlose Netzwerke, Teil 2 - NAV als WLAN-frei oder WLAN-besetzt Kriterium

Informationen über den Zustand des Übertragungskanals (frei/belegt) kann ein WLAN-NIC auf zweierlei Weise gewinnen:

1. Über das Abhören des Kanals (Carrier Sensing),
2. Über den Network Allocation Vector (NAV).

Der Network Allocation Vector (NAV) stellt einen virtuellen Carrier-Sense-Mechanisms dar, der lokal in jeder Station abläuft. Dabei handelt es sich um einen Timer, der die Zeitdauer angibt, wie lange das Medium voraussichtlich belegt sein wird. Erst nach Ablauf der durch den NAV-Wert vorgegebenen Zeitspanne wird erneut auf physikalischer Ebene geprüft (Carriser Sense), ob das Medium für eine Sendung frei ist. Den NAV-Wert ermitteln die Station aus dem Feld Duration/ID (Dauer), welches im Kopf (Header) jedes Datenrahmens (Frame) enthalten ist. Er wird nach der Übertragung jedes Frames über das Medium aktualisiert. Auf diese Weise können die Stations das Medium für einen bestimmten Zeitraum für sich reservieren, was Kollisionen vermeidet. Darüber hinaus lässt sich der NAV-Wert auch dazu nutzen, Stations ganz zum Schweigen zu bringen und nur nach Anruf (Polling) zum Senden zu bewegen.

Der NAV-Mechanismus verringert zwar die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Kollisionen, kann sie jedoch nicht ganz ausschießen. Da eine Kollision zum Verlust der betroffenen Datenpakete führt, muss ein zusätzlicher Mechanismus den korrekten Empfang eines jeden Daten- oder Managementpaketes quittieren. Dazu antwortet der Empfänger mit dem Versand einer Bestätigung - dem Acknowledgement (ACK). Erhält eine Station nach dem Senden vom Adressaten keinen ACK-Frame, bedeutet das für sie, dass das Datenpaket verloren gegangen ist. Folglich muss sie es erneut senden. Dazu wartet die betreffende Station das so genannte Backoff-Intervall ab.

Ein ACK-Frame trägt keinen Datenteil und besteht aus lediglich 14 Bytes.

Broadcast- oder Multicast-Frames werden indes nicht mit einem ACK quittiert. Wie bei der Quittierung von Kontroll-Frames geschieht das durch durch das Senden eines Antwort-Frames (beispielsweise RTS-/CTS-Frames).

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Fortsetzung: Das "Hidden-Node- / Hidden-Station-Problem"
von jensNZuletzt verändert: 09.07.2006 00:05







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