Der mesh cube von 4G
Einer für Alles, das ist wohl die richtige Formel, um den mtx-1zu beschreiben. Wie In einer kleinen Firma in Hamburg ein Accesspoint entstand, der scheinbar keine Wünsche mehr offen lies, aber leider nicht (mehr) bezahlbar ist ...
mtx-1
Auf der freifunk.net summer convention 2003 konnte der
mtx-1
das erste Mal von der Öffentlichkeit bestaunt und im Live-Betrieb getestet werden.
Auf Basis eines debian-MIPS-
Kernels arbeitet das nur 7x5x7 cm große
embedded-LINUX-device der Firma 4G.
Er sollte in diesem Jahr auf den Markt kommen.
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mtx-1 linux based mesh router
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Die Eier legende WLAN-Wollmilchsau
Als echtes LINUX-Device mit ausreichend
Hardware-Ressourcen bietet der
mesh cube alles, um die heutigen Anforderungen an
einen Accesspoint zu erfüllen. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob
Mensch ihn als mesh-point oder klassischen Accesspoint einsetzten will.
Duch die eingebaute USB-Schnittstelle sind allerhand zusätzliche
und interessante Anwendungen möglich. Mit einer Webcam kann das Gerät
beispielsweise für Videostreaming eingesetzt werden. Eine externe
Festplatte macht aus ihm einen kleinen mobilen Webserver. Mit dem
Solarpaket wird er sogar unabhängig von der Steckdose. Die Liste könnte
eigentlich endlos fortgesetzt werden, denn das, was ihn wirklich
auszeichnet ist neben den geringen Abmessungen vor allem die Tatsache,
dass es sich um ein offenes System handelt, auf dem jeder die
Anwendngen installieren kann, die er oder sie gerne darauf haben möchte.
Spezifikationen mtx-1
software
- open source
- debian based gnu/linux distribution
- linux kernel 2.4.24
- VPN: ipsec, openvpn, tinc
- firewall (iptables)
- pppoe (DSL)
- DHCP server
- DNS server
- web server
- perl
- mesh routing
- binary compatibility to any debian package
- configuration web interface
- SNMP (planned)
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hardware
- dedicated wireless lan router (mesh)
- dimensions: small (7x5x7cm) cube
- no moving parts
- low power consumption (ca. 4W)
- 100Mbps ethernet
- power over ethernet (802.3af standard)
- up to 4 WLAN (802.11a/b/g) interfaces (RP-SMA connectors)
- 400MHz MIPS processor
- 32MB flash
- 64MB RAM
- USB host, USB device
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Die OpenSource-Distribution gibt es unter
http://meshcube.org
Produkt-Link:
http://ww.4g-systems.com/de/produkte/wifi.html
Letztlich entscheidet der Preis
Alle, die den mtx-1 schon mal gesehen haben, sind davon begeistert
und jeder möchte ihn sofort haben. Allerdings gibt es da einen kleinen
Haken. Der Preis liegt zu diesem Zeitpunkt noch über 400 Euro. Damit dürfte er für
die meisten Privatpersonen und WLAN-Communities unerschwinglich
bleiben. Erst wenn der Preis deutlich unter die 200 Euro Marke fallen
würde, wäre er eine echte Alternative zu Soekris, alten PC's oder
anderen Accesspoints, wie beispiesweise dem Linksys WRT54G. Dieser verfügt
ebenfalls über eine LINUX-basierte Firmware, ist jedoch
hardwareseitig bei weitem nicht so leistungsfähig wie der mtx-1.
Ausgeträumt!
Im April 2004 entschied sich 4G für die Community den meshcube als Selbstbausatz für 199,90 EUR anzubieten. Angesichts der Tatsache dass viel Know-how gerade von dort mit in die Entwicklung einfloss mehr als fair! Leider wurde dieses Angebot dann aber im Februar 2005 zurückgezogen. Der meshcube wurde wieder AccessCube genannt und war für ca. 490 EUR zu haben. Seit Dezember 2005 wird der meshcuce (aka accesscube) nun gar nicht mehr von 4G $ystems angeboten, sondern "gehört" jetzt closednetworks.com (nomen est omen?). Die derzeitige Version soll um die 750$ und die zukünftige outdoor version um die 1200$ kosten (laut Thomas Dupnik dem Produkt manager von closenetworks). Diese Preise wurden von div. Leuten bestätigt.
Alternativen?
Mögliche Alternativen sind neben den immer billiger werdenden Massenprodukten von Linksys, Asus, u.a., die bereits vor allem in den USA verbreiteten Soekris-Boards. Aber noch interessanter erscheinen nun die fast mit dem meshcube baugleichen Geräte von http://www.routerboard.com. Diese sollen vollständig hardwarekpompatibel zum meshcube sein. Für einige könnten auch die sogenannten 'meshnodes' von der Firma Saxonia (http://www.saxnet.de) eine Alternative darstellen.
Fazit
Die Vision der OpenHardware ist nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre zwar immer noch eine Utopie - sich dafür zu engagieren scheint sich aber immer mehr auszuzahlen, damit solche "Verluste" in Zukunft nicht mehr passieren!