Grundlagen: Drahtlose Netzwerke, Teil 2 - Medienzugriff per CSMA/CA-Protokoll
Das Medium "Funk" ist in gewisser Hinsicht mit dem traditionellen Ethernet vergleichbar, bei dem mehrere Stationen um den Zugriff auf ein Medium (bzw. jetzt ein Frequenzband) konkurrieren.
Bei WLANs nach 802.11 werden folgende Verfahren zur Koordinierung des Medienzugriffs eingesetzt:
Carrier Sense Multiple Access / Collision Avoidance (CSMA/CA)
Die sendewillige Station prüft zunächst, ob das Medium, also der Funkkanal, frei ist. Das vom Ethernet bekannte CSMA/CD ist nicht einsetzbar, weil eine Station während des Sendens kaum feststellen kann, ob eine weitere Station ebenfalls sendet.
Der Medienzugriffsmechanismus von DCF und PCD wird DFWMAC (Distributed Foundation Wireless Media Access Control) genannt und zählt zu der Klasse der CSMA/CA-Protokolle (Carrier Sense Multiple Acces / Collision Avoidance). Alle IEEE802.11-Protokolle nutzen dieses Verfahren.
Die Distributed Coordination Funktion (DCF) steuert den Zugriff auf das Medium durch zeitliche Gliederung (Slot-Zuweisung).
Im Gegensatz zum "normalen" kabelgebundenen Ethernet kann eine Funkstation (ohne spezielle Maßnahmen zu ergreifen) nicht gleichzeitig (auf der gleichen Frequenz) senden und empfangen, so dass das aus dem Ethernet bekannte Verfahren CSMA/CD nicht verwendet werden kann. Hier kommt statt dessen CA statt CD zum Zuge. Die Collision Avoidance (CA) funktioniert (vereinfacht dargestellt), indem der aktive Sendeteilnehmer zusätzlich zur Nachricht noch die Dauer seiner Aussendung addiert (und diese Information in einen als NAV gekennzeichneten Feld überträgt). Alle anderen (mithörenden) Funkkreisteilnehmer verhalten sich während dieser Zeit still. Eine exzellente Darstellung des Medienzugriffes findet sich in "Das drahtlose Ethernet" von Edgar Nett, Michael Mock, Martin Gergeleit, Addison-Wesley, 2001, ISBN 3-8272-1741-X.
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Übertragungsverfahren-Konvergenz dank PLCP
Fortsetzung:
Kommunikationsablauf
von jensN
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Zuletzt verändert:
09.07.2006 00:05