Kabel ab - Stream an: Event-Streaming
Nie war es leichter, einen Live-Video-Stream mit professionellem Anspruch bereitzustellen: Den Event-Stream produzierte ein professioneller 3-Chip-DV-Camcorder, der GY-DV300 von JVC mit Hilfe des optional von JVC erhältlichen Netzwerkpaketes KA-DV300. Im Zusatzpaket - es wird unter dem Camcorder eingeclipst - transcodiert ein kleiner Linux.-Server den 25 MBit pro Sekunde mächtigen Datenstrom, den die Kameraelektronik wahlweise auf Mini-DV-Band schreibt oder über die IEEE1394/Firewire-Schnittstelle übergibt, ins netzwerk-taugliche MPEG-Format übersetzt. Der KA-DV300 ist mit einem PCMCIA-Steckplatz ausgestattet - der sich wahlweise mit einer Compact-Memory-Karte oder einer Netzwerkkarte bestücken lässt. Die Speicherkarte dient dem Offline-Transfer von VideoClips, aber erst eine Netzwerkkarte macht das Paket aus Kamera und Videowebserver tatsächlich zum Live-Streamcorder.
Der "Streamcorder" von JVC besteht aus 3-Chip-Profi-DV-Camcorder mit untergeclipstem Video-Webserver (violett).
JVC hat die Streamcorder-Funktionen dynamisch in das Kamerasteuerungsmenü des GY-DV300 eingearbeitet. Es ist über die Drucktaste und das Wählrad (mitte / links) direkt zu erreichen. Unter der Kamera ragt aus dem Netzwerkpaket KA-DV300 die an ihren Statusleuchten erkennbare WLAN-Adapter-Karte.
Mit einer WLAN-Karte im Network-Pack lässt sich der Streamcorder direkt via WLAN direkt in ein TCP/IP-Netzwerk integrieren. Das gibt dem Kameramann die Freiheit, sich ungebunden von einem Kabel frei in der Szene zu bewegen. Zur Web-Casting des via WLAN angelieferten Streams MPEG-muss das Signal jedoch zunächst noch die mit dem Netzwerkpaket gelieferte Streamproducer-Software durchlaufen. Dazu diente das mit einem 933-MHz-Pentium III ausgestattete Mini-Notebook JVC XP7250.

Das kleinste Subnotebook der Welt mit integriertem WLAN ist das XP 7250 von JVC. Von der Rechenleistung seines mit 933 MHz getakteten Mobile Pentium III Prozessors beansprucht der Streamproducer beim Erzeugen eines MPEG3-Streams nur etwa die Hälfte.
Um Kollisionen mit dem Public Hot Spot im Biergarten zwingend zu unterbinden und um dem Roh-Video-Strom die volle 11b-Nutz-Bandbreite von rund 6 MBit/s zu sichern, trat der Streamcorder mit dem Notebook über ein WLAN-Ad-Hoc-Netzwerk auf separaten WLAN-Kanal in Verbindung (bis zu drei 11b-Kanäle lassen sich in Bereich der gleichen Funkzelle parallel betreiben). Dazu funkte im PCMCIA-Schacht des Notebooks eine WLAN-Karte zum Streamcorder, während der integrierte WLAN-Adapter die Kommunikation mit dem Infrastruktur-Netz des Public Hotspots übernahm. Kann jedoch das Notebook am Drehort per Kabel ans LAN angeschlossen werden, ist die zusätzliche WLAN-Karte verzichtbar.
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Videoconferencing-over-WLAN
von Ingo
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Zuletzt verändert:
30.03.2004 13:10