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Grundlagen: Drahtlose Netzwerke, Teil 1 - Eine Aufgabe - viel Lösungen

Für die drahtlose Vernetzung konkurrieren mehrere Technologien: Die gängigste Variante ist heute das paketorientierte und verbindungslose RLAN gemäß IEEE802.11b, das fast immer mit dem Begriff WLAN assoziiert wird und im Wesentlichen als Ersatz oder Ergänzung eines Ethernet-LAN dient.

Inzwischen sind auch WLAN-Produkte der Standards IEEE802.11a und IEEE802.11g verfügbar, die mehr Bandbreite versprechen, die jedoch in der Regel mit geringerer Reichweite erkauft wird.

Im Nahbereichsdatenfunk soll Bluetooth in erster Linie das Kabel etwa zwischen Maus und PC, zwischen Handy und HeadSet oder zwischen Noteboo und PDA ersetzen. Da sich Bluetooth, weil im Gegensatz zu WLANs grundsätzlich echtzeitfähig, für die Übermittlung von Sprache eignet, könnte Bluetooth einst auch den hierzulande gängigsten drahtlosen Telefonie-Standard DECT beerben. Und weil auch für Bluetooth die vierzehnmal schnellere Variante 2.0 in Entwicklung ist, rückt ebenso ein Einsatz als RLAN in den Fokus des Interesses.



Die Funk-Technologien Bluetooth und WLAN sollen sich, was ihre Reichweite anbelangt, gegenseitig lokal ergänzen, während für die globale Vernetzung GSM und UMTS die Mittel der Wahl bleiben. HiperLAN/2 (High Performance LAN) wiederum geriert sich als eine Art Obermenge von WLAN, Bluetooth und WLL (Wireless Local Loop) und weist standardisierte Schnittstellen zum G3-Mobilfunk-Netz (UMTS), zu ATM und zum postulierten Homenetworking-Standard IEEE1394 auf. Weil HiperLAN - wie Bluetooth - Echtzeit-fähig ist, taugt HiperLAN/2 besser als IEEE802.11-RLANs für die Übertragung von Sprache (Voice over IP, Video over IP) und anderen Multimedia-Inhalten (Video, Musik, ...). Doch HiperLAN/2 ist weder in marktgängigen Produkten zu finden noch bereits vollständig in allen Facetten aus entwickelt. Informationen von SONY zur Folge ist der Standard jedoch bereits heute eine stabile Grundlage für die Produktentwicklung, aus anderen Quellenist bekannt, dass auch andere Unterhaltungselektronikkonzerne wie Panasonic, Thomson und Philips wieter auf diese Technologie setzen.

HomeRF, ein proprietärer Industriestandard, spielt heute keine Rolle mehr, nachdem ihn seine Hauptprotagonisten Intel und Hewlett Packard zugunsten von WLAN aufgegeben hatten. HomeRF funkte Daten asynchron mit WLAN-Technik im lizenzfreien 2,4-GHz-ISM-Band und nutzte für Sprache die Echtzeitmerkmale der gängigen DECT-Telefonie. HomeRF-Produkte gibt es hierzulande zuletzt nur mehr von Siemens und der Deutsche Telekom.

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Fortsetzung: WLAN-Salamitaktik ...
von jensNZuletzt verändert: 31.03.2004 14:41







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