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Grundlagen: Drahtlose Netzwerke, Teil 1- Drahtlose Vernetzungstechnologien im Überblick

Drahtlosen Datennetzen, so genannten Radio-LANs (RLANs) winkt eine große Zukunft. Sie erfüllen den Traum, mit dem schon die Handy-Industrie so erfolgreich im Markt reüssieren konnte - frei von lästigen Kabeln jederzeit und überall kommunizieren zu können, nur dass eben diesmal PCs, Handhelds, PDAs, Web-Tabletts und der ganze Zoo an Peripheriegeräten in drahtlose Reichweite gerückt ist.

Arno Kral

Ob der Vielfalt der historisch in unterschiedliche Richtungen "gewachsenen" Verbindungs-Protokolle sowie der von Kontinent zu Kontinent und von Land zu Land unterschiedlichen Regularien wahrlich für die Benutzung von Funkfrequenzen eine komplexe Aufgabe.

Und wie immer in der Informationstechnologie, wenn es um die Eroberung von Märkten (und damit um Profite) geht, bietet die Industrie nicht nur einen drahtlosen Netzwerkstandard feil, sondern gleich ein halbes Dutzend, die gegeneinander um Marktanteile buhlen: Bluetooth, WLAN und HiperLAN in jeweils unterschiedlichen Varianten. (Die lange Zeit vornehmlich von Intel und Hewlett Packard geförderte WLAN-DECT-Kombinations-Technologie HomeRF ist inzwischen abgekündigt, die Arbeitsgruppe aufgelöst). Sie sollen für die elektronischen Alltagshelfer das elektromagnetische Datennetz durch den Äther spannen.

Die derzeit besten Chancen im Markt der drahtlosen Vernetzung von Computern haben die nach dem IEEE-Standard 802.11 gefertigten Produkte. Sie waren am schnellsten auf dem Markt und finden zunehmend Einzug in die Computerwelt als Standard-Ausstattungsmerkmale für Notebooks und PCs.

Ähnlich Erfolg versprechend wie WLAN für das Local Area Network (LAN) erweist sich auf dem Gebiet der Personal Area Networks (PAN) die europäisch initiierte Technologie Bluetooth. Sie ist zwar deutlich bandbreitenschwächer als WLAN, bietet dafür aber Sprachdienste und kommt - wichtig für tragbare Geräte - mit erheblich weniger Energie aus.



Für drahtlose Netzwerke ist die Übertragungsrate nur ein Kriterium. Das andere ist die erreichbare Mobilität für den Anwender. (Quelle: Mauritio Decina, Polztechnikum Mailand)

Einer IDG-Studie aus dem April 2002 zur Folge wird der Umsatz mit WLAN-Produkten von 1,72 Milliarden im Jahr 2001 auf gut 3,7 Milliarden US-Dollar im Jahr 2006 steigen. Zu diesem Erfolg würden vornehmlich die privaten Anwender beitragen - trotz dem WLANs, aller Sicherheitsbedenken zum Trotz, auch in Unternehmen zunehmend eine Rolle spielen.

Irgendwo dazwischen sind die Dienste einzuordnen, die Reisenden, Gästen oder Laufkundschaft den Zugriff auf das Internet mit ihren mobilen PCs, PDAs oder Handhelds gewähren sollen - die so genannten Public Hot Spots, mit denen sich Hotels, Flughäfen, Bahnen oder Straßencafes zusätzliche Attraktivität bei der Werbung um Kunden verschaffen wollen.

Fortsetzung: Drahtlose Geschichte
von jensNZuletzt verändert: 14.04.2004 13:29







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