Netzwerk- und Funktechnologien wurden erstmals im Jahr 1971 an der Universität von Hawaii miteinander kombiniert. Das Forschungsprojekt Alohanet vernetzte sieben Campus-Standorte auf vier Inseln mit dem Zentralrechner aus Oahu unter Umgehung der unzuverlässigen und teuren Telefonleitungen. Das hawaiianische Alohanet stellte in einer Sterntopologie bidirektionale Verbindungen zwischen Zentralrechner und den entfernten Standorten bereit. Die Kommunikation zwischen zwei entfernten Standorten erfolgte also immer über den Zentralrechner. Da es keine Zugangskontrolle aufwies - jeder Benutzer konnte jederzeit senden - waren Übertragungen durch Kollisionen gefährdet. Eine Weiterentwicklung, das Slotted Aloha, reduzierte diese Gefahr, in dem es den Sendebeginn nur zu bestimmten Zeitschlitzen erlaubte. Dieses Verfahren bildete die Basis des von der IEEE später als IEEE802.2 bezeichneten Ethernet-Standards.
In den Achtziger Jahren stellten Funkamateure in den USA und Kanada Netzwerkverbindungen über UKW her. Dazu entwickelten und bauten sie so genannte Terminal Node Controller (TNC), die als Funkmodems die digitalen Computersignale so umwandeln, dass sie als Datenpakete auf die UKW-Trägerfrequenz auf- respektive demoduliert werden konnten.
Im Jahr 1985 ermöglichte die Federal Communications Commision (FCC), das amerikanische Pendant zum ETSI (European Telecommunication Standards Institute), die kommerzielle Nutzung von Funktechnologien zur Computervernetzung, indem sie die mehrere ISM-Frequenzbänder (Industrial, Scientific, Medical) im Bereich von ca. 900 bis 6000 MHz für den öffentlichen Gebrauch frei gaben. GSM-Telefone (Handys) nutzen hingegen die Lizenzfrequenzbänder 900 MHz und 1,8 GHz.
Die ISM-Bänder sind deshalb so attraktiv für die Anbieter drahtlos arbeitender Netzwerkkomponenten, weil die Abnehmer - also die Verbraucher - für deren Einsatz keine Betrieberlaubnis respektive Sendelizenz beantragen müssen und somit diese Frequenzen als kostenfreie Ressource nutzen können. Nach der Freigabe der ISM-Bänder begann die Industrie massiv mit der Entwicklung drahtloser LAN-Technologien. Da noch kein Standard definiert war, führte dieser Wildwuchs allerdings zu ausschließlich proprietären Lösungen für Network Interface Cards (NIC) und Access Points (AP).
Erst in den späten Achtzigern begann die Arbeitsgruppe 802 des Institute of Electrical and Electronic Engineers (IEEE), zuständig für die Standardisierung von LAN-Standards wie Ethernet oder Token Ring, sich drahtloser Netzwerktechnologien zu widmen. Unter dem Vorsitz von Vic Hayes von der Firma NCR entwickelte die neu gebildete Arbeitsgruppe IEEE802.11 die Spezifikationen für Media Access Control (MAC) und Physical Layer (PHY), Grundbausteine aller Wireless LANs. Allerdings kamen noch vor der Ratifizierung dieses Standards bereits erste Produkte auf dem Markt, die im 902-MHz-ISM-Band kommunizierten. Zu Preisen um 1500 € pro Funkkarte lohnte deren Einsatz jedoch nur für die seltenen Spezialanwendungen, bei denen es zwingend auf Mobilität ankam.
Zwölf Jahre, nachdem die Arbeitsgruppe 802.11 ihre Arbeit aufgenommen hatte, bestätigte das IEEE den Standard IEEE802.11 schließlich am 26. Juni 1997 und publizierte ihn am 18. November des gleichen Jahres.
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