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Von Nørre Djurs nach Indien

Glesborg – Dr. Arun Mehta ist ein Mann mit großen Visionen. Vor 2007 sollen 600.000 Dörfer in Indien über kleine UKW-Empfänger Anschluß zum Internet haben.

Von Trine Horst

Dr. Arun Mehta ist von New Delhi, Indien nach Djursland gekommen um zu sehen, wie DjurslandS.net es geschafft hat, billige Breitbandanschlüsse für 1700 Haushalte in Djursland zu schaffen. Die Erfahrungen aus dem Djursland wird er in seinem eigenen Projekt verwenden, das den Zweck hat für 600.000 Dörfer in Indien ein funkbasiertes, drahtloses Netzwerk zu errichten.

”Indien ist ein sehr armes Land und in den Agrargebieten ist ein kleines UKW-Radio das einzige Kommunikationsgerät, das man sich leisten kann”, erzählt Dr. Arun Mehta. ”Unsere Idee läuft darauf hinaus, dass man nicht nur über die Funkwellen Informationen empfangen kann sondern auch senden kann. Auf diese Weise können die Dorfbewohner, die oft weder schreiben noch lesen könnnen, nach einer kurzen Einführung untereinander kommunizieren. So können sie sich bei einem aktuellen Problem z.B. in der Landwirtschaft, Ausbildung oder Gesundheit an die umliegenden Gemeinden richten. Die Frage wird gegenen Falls über das Internet weitergeschickt und wenn die Antwort kommt, wieder an die Dorfbewohner in ihrem eigenen Dialekt übertragen. Für relativ wenig Geld kann man mit diesem Modell die Produktivität und den generellen Lebensstandard in den Argrargebieten erhöhen. Dr. Arun Mehta zeigte auf der Konferenz, wie leicht man für ungefähr 10 Kronen so ein Gerät bauen kann, und erzählte, wie es mit geringen Mitteln möglich ist, einen Text in synthetische Sprache umzuwandeln, damit er über das Radio übertragen werden kann.

Erste oder letzte Meile

Es hat sich herausgestellt, dass das drahtlose Netzwerk unendliche Anwendungsmöglichkeiten und gleichzeitig das Potential hat, einige von den Problemen zu lösen, womit man in den Ländern der 3. Welt noch kämpft: so wie Abgeschiedenheit, die schlecht funktionierende Schule und das schlechte Gesundheitswesen, da der Zugang zu Informationen die Landbevölkerung selbständiger macht.

Die traditionelle Telefongesellschaften verwendet den Ausdruck last Mile (letzte Meile) für die Schwierigkeiten, die dünn bevölkerte Gegend abzudecken. Viele Bürgerinitiative haben aber lange hervorgehoben, dass die Betrachtungsweise umgekehrt sein sollte. Die letzte Meile müßte die erste sein. In den Entwicklungsländer ist es vor allem wichtig, dass die Argrargebiete, die auch oft von dem Rest der Welt in vielen anderen Hinsichten ausgeshlossen sind, den Zugang zu Informationen bekommen. Volkswirtschaftlich gesehen kann man viel gewinnen in dem man die letzte Meile zur ersten Meile macht. Und wenn die erste Meile gemacht ist, erledigt der Rest sich fast von alleine.
von jensNZuletzt verändert: 13.01.2005 22:12







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