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Technologie und Wissensteilung

Glesborg – Zukunftsorientierte Menschen haben mit einer großen Ladung Blech und modernerTechnologie Glesborg eingenommen. Obwohl der Wortschatz einem relativ technologieblinden Durchschnittsdänen den Kopf verdrehen kann, gibt es auch ein Echo der alten Parolen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit.

Von Trine Horst

Für die Menschen, die dieses Wochenende den Schlafsack und den Laptop nach Glesborg mitgebracht haben, gilt die gleiche Vision, dass alle Zugang zum Internet haben sollen, egal ob man in der Stadt oder auf dem Land wohnt, in der industrialisierten Welt oder in einem Entwicklungsland. Es muß einen freien und gleichen Zugang zu Informationen geben, und alle müssen die gleichen Möglichkeiten haben, moderne Kommunikationstechnologie zu nutzen.

Überall in der Welt steht man vor dem grundlegenden gleichen Problem: Die kommerziellen Telefongesellschaften kommen nicht weiter, wenn die Distanz zwichen den Nutzern zu weit ist. Deswegen gibt es nur in den Städten eine vernünftige Infrastruktur, während die Landregionen auf sich selbst angewiesen sind, wenn es um schnellen und billigen Zugang zum Internet geht.

Gleichzeitig werden diese Landstriche auch oft in allen anderen Berichen nicht beachtet, und sie werden wegen schlechter Verkehrsverbindungen, schlecht funktionierender Schulen, schlechtes Gesundheitswesen und wegen Mangel an Arbeitsplätzen von der übrigen Welt abgesondert. Dies bildet soziale und ökonomische Unterschiede in einer Welt, die theoretisch hätte zusammenhängender werden können, da die Technologie für den globalen Informations- und Kommunikationsaustauch schon seit vielen Jahren da ist.

Aber wo keine politische oder ökonomische Bereitschaft ist, für die dünn bevölkerten Gebiete Breitbandnetz zu liefern, rückt die Bürgerinitiative ins Bild. Auch wenn Djursland im globalen Sinne kein armes Gebiet ist, ähnelt die Problemstellung in Djursland trotzdem der Problemstellung, die man aus Nepal, Indien, Afrika und sogar aus den ländlichen Regionen der USA kennt. Im Laufe der letzten Jahre hat DjurslandS.net gezeigt, dass es möglich ist, eine IT-Infrastruktur aufzubauen, die auch den letzten Hinterwäldler erreicht und gleichzeitig so billig ist, dass er sich das leisten kann. Das Netzwerk ist auf einer Technologie aufgebaut, die leicht zu verwenden ist und der Welt einigen Vorteile bringen. Um dies anzuschauen waren die Teilnehmer der Konferenz am Wochenende gekommen.

Viele Aspekte des Netzwerks

Aufbau und Aufrechterhaltung eines nicht kommerziellen kabellosen Netzwerks ist nicht nur eine Frage der Technik. Es geht in hohem Grad um die Menschen, die dahinter stehen, was der Vorsitzende des DjurslandS.net, Bjarke Nielsen, in seiner Begrüßungsrede bei der Konferenz herausstellte.

”DjurslandS.net ist um eine Gruppe begeisterter Menschen organisiert, die den Geist haben einer Vision zu folgen, die inspirieren können und ihr Wissen mit anderen teilen. Gemeinsames Computerbasteln war der Ausgangspunkt und mit gegenseitigem Unterricht haben wir mehrere Selbsthilfegruppen gebildet, die dann wiederum mit anderen ihr Wissen teilen und sie inspirieren. So bilden sich neue Selbsthilfegruppen. Unser Kabelloses Netzwerk basiert auf Freiwilligen, und das ist meiner Meinung nach die einzige Art, es zu machen. Dieses organisatorische Modell und die Idee der ”Hilfe zur Selbsthilfe” haben DjurslandS.net zum grössten freien Kabellosen Netzwerk Europas gemacht.

Die Konferenz am Wochenende war ein gutes Beispiel der Wissensteilung. Alle hatten verschiedene Hintergründe und Erfahrungen mit im Gepäck und sowohl die Themen des Programms und die Gespräche dazwischen haben deutlich gezeigt, dass die Leute etwas auf dem Herzen haben, das sie gerne teilen. Man versuchte Probleme zu lösen, Kontakte wurde hergestellt, neue Ideen entstanden und die meisten Leute sind mit neuer Energie, Inspiration und dem Wissen, dass das Netzwerk der Bürgerinitiativen intakt und funktionstüchtig ist, nach Hause gefahren.
von jensNZuletzt verändert: 21.12.2004 17:18







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