Mit seiner guten Ausstattung, einem kompakten Design und
einem „freundlichem“ Preis für Drahtlos-Initiativen fand der Meshcube auch in
der freifunk-Community lange Zeit große Zustimmung. Leider konnte die Firma das
Angebot längerfristig nicht aufrechterhalten. Auf Anfrage von Gero E. von der
Berliner Freifunk-Community hat 4G Systems
aus Hamburg nun mitgeteilt, dass der Meshcube (meshcube.org), auch unter der Bezeichnung
Access Cube bekannt, im Moment nicht mehr vertrieben wird.
… vielen Dank für Ihre Nachfrage. Leider vertreiben wir im
Moment den meshcube und access cube nicht mehr. Wir haben unser Produktportfolio geändert.
Mit freundlichen Grüssen
Thomas Lüdemann
Der 4G AccessCube
war eine Hardware-Plattform, die das drahtlose Netzwerken wie in
freifunk-Netzen ermöglicht. Ausgestattet wurden die Geräte mit einem 400MHz
MIPS Prozessor, 64MB RAM, 32MB flash und bis zu 8 MiniPci-Karten.
Die Daten des Meshcubes:
Abmessungen:
kleiner Würfel (7x5x7cm)
keine
beweglichen Teile
geringer
Stromverbrauch (ca. 4-6W)
100Mbps
Ethernet
Power over Ethernet (802.3af
Standard)
bis
zu 2 WLAN (802.11a/b/g) Karten (RP-SMA Anschlüsse)
400MHz
MIPS Prozessor
32MB
Flash
64MB
RAM
USB
1.1
(vgl. http://www.meshcube.org/deutsch/techdat.html)
Die Software der Cubes – nylon – beruht auf Linux, das
speziell für drahtloses Netzwerken und Meshing angepasst wurde. Erst im Oktober
des vergangenen Jahres (25.10.2005) war die Meshcube-Firmware als Stable
Release in der Version 1.0 erschienen. Die Software steht unter der freien
Lizenz GPL und ist somit auch
zukünftig im Netz abrufbar. Offensichtlich arbeiten einige Entwickler von
4G-Systems trotz des „Aus“ für den Cube ebenfalls weiterhin an der Firmware.
Auf Mailinglisten der freifunk-Community wird nun über
Alternativen zu den Meshcubes diskutiert. Unter anderem werden dabei folgende Geräte
und Boards genannt:
- Routerboard: routerboard.com,
Fragen: bisher nicht freifunk-getestet, eine Lieferung erfolgt zudem erst ab
1000 Euro Mindestbestellmenge. Bei www.discomp.cz
gibt es das RB112 ab ca. 85 Euro, bei www.diswire.com für ca. 99 Euro (+ 22 Euro
Versand).
- WRAP-Board, Hersteller: www.pcengines.ch,
Vertrieb-de: www.tronico.net und www.nrg-systems.de. Es ist größer als ein
Cube, etwa so breit & lang wie ein MacMini, aber nur halb oder 1/3 so hoch
und wird von einem x86er angetrieben. Das Board selber kostet ca. 120 - 130,-
Euro, ein Vollausbau (Gehäuse, PoE-Adapter, Pigtails, 2 WLAN-Karten, 512 MB
Compact-Flasch) ungefähr 250,- Euro.
irgendwie finde ich die Diskussion über Alternativgeraete nicht, daher hier mal noch der Hinweis auf ein Gerät, auf das man nicht so direkt kommen würde:
Gerade für grössere Installationen mit mehrerer Wlankarten und viel Traffic, oder auch wenn ein Server mitbetrieben werden soll, eignet sich meiner Meinung nach recht gut die T-Online Vision S100 MediaBox. Das Teil ist eigentlich ein kleiner PC mit folgender, für uns recht interessanter Ausstattung:
733MHz Celeron (passiv gekühkt!)
128 MB SDRAM
2x USB 2.0
32MB DOM (Disk on Memory) im IDE-Steckplatz
Lan 100Mbit (Realtek), zusätzlich kann mit einigem gelöte auch noch ein zweiter Lanport (Intel) angebracht werden
WLAN im MiniPCI (Intersil isl3890 aka PrismGT oder so)
ein freier PCI Steckplatz
VGA-Anschluss auf dem Board (muss mit nem Adapterkabel nach aussen gelegt werden)
Nicht ganz so toll ist:
Stromverbrauch liegt wohl so bei 20-25W
das Ding ist relativ groß
was spricht dafür?
Ganz klar der Preis. Mit etwas Geduld kriegt man die Dinger bei ebay für unter 50 Euro.
Und dazu läuft es auch noch problemlos unter Linux.
Gruesse
Manu